Der Hubschrauber Mil Mi-14PL

Die Mil Mi-14 ist ein aus der bekannten Mi-8 abgeleiteter Amphibienhubschrauber. D.h. er war durch seinen wasserdichten bootsförmigen Rumpf und den seitlich aufblasbaren Stützschwimmern zu Wasserlandungen in der Lage. In der NVA wurde er im Marinehubschraubergeschwader MHG-18 Standort Parow bei Stralsund in den Versionen Mi-14 PL als UAW-Hubschrauber (U-Boot-Abwehr) und Mi-14 BT als MAW- Hubschrauber (Mienenabwehr) eingesetzt. Die Zuführung begann 1979/80 mit der Serie Mi-14 PL und wurde 1985/86 mit der Mi-14 BT beendet.

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Bei der Version Mi-14 PL wurde die U-Bootsuche mittels hydroakustischer Sensoren ( Bojen und Tauchsonar), nachschleppbaren Magnetanomaliedetektor , Radar oder Sichtkontakt durchgeführt. Die Bekämpfung von entdeckten U-Booten konnte mittels mitgeführten Wasserbomben oder zielsuchenden Torpedos AT-1 bzw. AT-2 erfolgen.

Die Version Mi-14 BT handelten in engen Zusammenwirken mit MAW-Schiffen, von denen sie das Räumgerät übernahmen und dann an einer Trosse über das Wasser schleppten. Damit konnten insbesondere schwer befahrbare oder gefährliche Gewässer beräumt werden.

Die Mi-14 BT wurden in der Zweitrolle auch als Seenotrettungshubschrauber verwendet. In dieser Eigenschaft wurden sie 1989/90 zu SAR-Hubschrauber mit orangefarbener Kontrastbemalung umgerüstet und bis 1993 in SAR-System der Ostseeküste eingesetzt.

Insgesamt 9 Hubschrauber Mi-14 (3x PL und 6 x BT) kamen 1994 nach Rothenburg zur Fa. Aerotec. Diese baute Hubschrauber der Version Mi-14 BT zu Feuerlöschhubschrauber um, die 4500 l Wasser  innerhalb von 2 Minuten aus einem nur 50 cm tiefen Gewässer aufnehmen konnten. Vier Feuerlöschhubschrauber wurden gefertigt und als S9-TAF bis S9-TAJ in Sao Tome und Principe zugelassen. Da sich die Mi-14 PL nicht zur Umrüstung als Feuerlöschhubschrauber eignet und die angedachte Variante zur Bekämpfung von Ölunfällen oder als Hubschrauber für Katastropheneinsätze nicht verwirklicht wurde, konnte eine Mi-14 PL in das Museum integriert werden.

Eine ehemalige Mi-14BT umgebaut zum Feuerlöschhubschrauber und zugelassen als S9-TAF (ex NVA 647 dann BW 95+10) auf dem Flugplatz Rothenburg.

Der Schriftzug am Bug lautet: "PATO II". An der Tür steht: "AEROTEC International"

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Der Hubschrauber Mi-14 PL mit der Bundeswehr-Kennung 95+04 ; Takt.-Nr. 620 in der NVA ( Zelle-Nr. B-4004) wurde im September 1980 im MHG-18 in Dienst gestellt und verblieb dort bis zur Aussonderung durch die Bundeswehr.

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Technische Daten:

Rotordurchmesser 21,29 m   Höchstgeschwindigkeit in Seehöhe 230 km/h
Länge 25,32 m Marschgeschwindigkeit 165 -210 km/h
Höhe 6,94 m Dienstgipfelhöhe 4000 m
Besatzung 2 Piloten; Operator Mechaniker Überführungsreichweite 1100 km
Leermasse 8.900 kg Bewaffnung:

Wasserbomben ; UAW-Torpedos, Sonarbojen

Max. Startmasse 14.000 kg
Triebwerk 2 x Isotow TW3-117M
Startleistung
Marschleistung
2 x 1636 kW
2 x 1250 kW